Der Oktober ist golden, der November trist und grau – so sagt man zumindest. Mit Blick in meinen Balkongarten kann ich das überhaupt nicht bestätigen: Die Ringelblumen blühen gerade in den schönsten Farben. Und nicht nur die!
Ich muss zugeben: Viel Zeit verbringe gerade nicht mehr im Balkongarten. Und das liegt nicht nur daran, dass es doch so langsam ein bisschen frisch draußen wird.
Vielmehr wird mir jetzt so richtig bewusst, wie schnell die Tage kürzer werden: Wenn ich am Nachmittag eine Kaffeepause machen will, ist es oft schon fast dunkel.
Gut, könnte man meinen, so viel ist ja nun nicht mehr im Balkongarten zu tun. Im November wächst ja nicht mehr viel – von Feldsalat, Winterpostelein und Kohl mal abgesehen. Da kann man ja auch schon mal anfangen, das Draußen-Wohnzimmer einzumotten.
Oder zumindest ein bisschen winterfest zu machen, bevor die Nächte allzu frostig werden.
Spätherbstlicher Blütenzauber
Doch weit gefehlt! In diesen spätherbstlichen Tagen zeigen sich nun die Ringelblumen in ihrer ganzen Pracht.
Ein Phänomen, das ich schon seit mehreren Jahren beobachte: Die Ringelblumen sind die letzten Pflanzen, die auf dem Balkon aufblühen.
Und wie!
Mit ihrem kräftigen Orange und Gelb bringen sie noch mal ordentlich Sommerfreude. Mein Favorit vereint sogar beide Farben – wie ein kleiner Sonnenuntergang. :-)
Langschläfer und Unermüdliche
Und die Ringelblumen sind nicht die einzigen Pflanzen, die nun noch mal bunt auffallen.
Die Kapuzinerkresse hat sich in diesem Jahr ebenfalls sehr lange Zeit gelassen. Und auch Phazelie, Inkarnatklee, Jungfer im Grünen und Tagetes sind im farbenfrohen Novemberreigen mit von der Partie.
Am meisten hat mich aber überrascht, dass ein Gewächs offensichtlich noch nicht genug vom Sommer hat: Eine Tomate blüht – schon wieder! Dabei war es doch schon längst Zeit, die letzten Tomaten zu ernten und die grünen Früchte drinnen nachreifen zu lassen.
Da soll noch eine*r behaupten, der November sei grau und trist!
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